Im Zuge der auf europäischer Ebene vereinbarten Ziele zur CO2-Reduktion, gewinnen alternative Formen der Energiegewinnung und -speicherung, alternative Antriebssysteme und CO2-arme Produktionsprozesse zunehmend an Bedeutung. Um bis 2050 klimaneutral zu werden, muss Europa sein Energiesystem umgestalten. Grüner Wasserstoff spielt dabei eine entscheidende Rolle, um diese Ziele zu erreichen.
Die Region Salzgitter steht durch eine Reihe großer Industrieunternehmen, insbesondere in den Segmenten Stahlerzeugung und Mobilität, vor einer weitreichenden Herausforderung und Chance zugleich, die Energiewende zu gestalten und aktiv die Dekarbonisierung voranzutreiben.  
Daher haben sich die Unternehmen Salzgitter AG, Bosch Elektronik GmbH, Alstom Transport Deutschland GmbH, WEVG und MAN Energy Solutions gemeinsam mit der Stadt Salzgitter, dem Fraunhofer Institut für Schicht- und Oberflächentechnik und dem Projektbüro Südostniedersachsen zusammengeschlossen, um den Wasserstoffcampus Salzgitter zu gründen.
Ziel dieses Bündnisses aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik ist die Entwicklung, Erprobung und Skalierung von Wasserstofftechnologien sektorenübergreifend entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Das Vorhaben beinhaltet den Aufbau von Demonstrations- und Versuchsanlagen für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung und will gleichermaßen zu Information sowie Aus- und Weiterbildung im Bereich Wasserstoff beitragen.
Zusätzlich werden bereits in der laufenden Aufbauphase des Wasserstoffcampus unterschiedliche Pilotprojekte verfolgt. Hierzu zählen das Vorhaben Sektorenkopplung, bei dem der Aufbau einer Elektrolyseanlage im industriellen Maßstabe im Fokus steht, die Entwicklung von Wasserstofftanks, die Transformation einer Fabrik durch die weitreichende Nutzung von Wasserstoff als Energieträger und Produktionsmittel sowie die Nutzung von Wasserstoff im Themenfeld der alternativen Antriebstechnologien.
Der Gründungsprozess wird im Rahmen einer Strukturförderung der Stadt Salzgitter durch Fördermittel des Landes in Höhe von 7 Millionen Euro unterstützt.
Für das Quartal 2021 wird eine eigene Rechtsform des Wasserstoffcampus angestrebt, um die Projektpartner in einer gemeinsamen Struktur zu verbinden.
Das Projektbüro Südostniedersachsen hat den Gründungsprozess von Beginn an unterstützt und ist dabei maßgeblich in das Projektmanagement und die Akquise von Fördermitteln einbezogen.

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